Die FBP hat Nägel mit Köpfen gemacht
Beitrag von Lino Nägele, FBP-Landtagsabgeordneter
Wenn ein grosser Teil des Einkommens für die Miete benötigt wird, bleibt für den Alltag wenig übrig. Für Familien, Alleinerziehende und ältere Menschen können Wohnungssuche und Miete zur Belastung werden. Wohnen darf kein Luxus werden. Ich begrüsse ausdrücklich, dass Schaan das Thema aufgreift. Die FBP hat Nägel mit Köpfen gemacht: Im Dezember 2025 überwies der Landtag zwei dementsprechende FBP-Motionen an die Regierung.
Der erste Ansatz geht in Richtung Verdichtung. Wer dauerhaft günstigen Wohnraum anbietet, soll durch eine höhere Ausnützungsziffer mehr Wohnfläche auf demselben Grundstück schaffen können. So verteilen sich die Bodenkosten auf mehr Wohnungen. Der Vorteil muss dabei bei den Mietern ankommen. Genau das verlangt eine der FBP-Motionen. Mehr bauen allein macht Wohnen noch nicht günstiger.
Der zweite Hebel: Die gemeinnützige gemeinnützigen Wohnbautätigkeit soll auch geeigneten Stiftungen und Genossenschaften offenstehen, statt den Gemeinden vorbehalten zu bleiben. Wer langfristig bezahlbaren Wohnraum schafft, braucht dafür faire Voraussetzungen.
Auch gemeinschaftliche Wohnformen und kurze Wege finde ich spannend. Geteilte Räume können Kosten sparen und die Nachbarschaft stärken. Aber 10’000 Menschen in einem Radius von 500 Metern sind für Liechtenstein kein Massstab. Die Idee der 10-Minuten-Nachbarschaft mit Einkauf, Betreuung und Bus in Gehdistanz verdient eine Chance - in einer Grösse, die zu uns passt.
Die FBP hat mit ihren beiden Motionen Lösungsvorschläge eingebracht. Jetzt gilt es, die Aufträge umzusetzen. Damit Wohnen bezahlbar bleibt.
